Liebe Besucher,

nach meiner Jubaea und dem Olivenbaum darf ich euch meine Trithrinax campestris als Dritte Pflanze im XL Format vorstellen. Bedingt durch den Winter 2009 ist mir eine Trachycarpus fortunei ausgefallen und somit wurde ein Platz für diese Nadelpalme frei.  

Die Informationen und Vermessungen ergaben:

Alter: ca.30 Jahre ( Händlerangaben )

Herkunft: Argentinien

Gesamthöhe: ca. 2,50m

Stammhöhe: 1,50m 

Stammumfang: 1,40m

Gewicht: 275 kilogramm

Wurzelballen: 80ér Topf

Bevor es mit den Bildern los geht, noch eine kleine lustige Geschichte zur Herkunft der Palme. Wenn ich solche Exemplare kaufe bringe ich auch gerne ein bißchen die Herkunft dieser in Erfahrung, so weit es eben geht. Vom Händler wurde mir gesagt, dass sie jahrelang im Topf in Spanien in einem Garten gewachsen sei und er sie eigentlich nur als Eigenbedarf dort gekauft habe.

Als ich sie dann hier eingestellt hatte, bekam ich ein Bild per Mail: Hallo Thorsten........kennst du die Palme..... Im Anhang war ein Bild in einem Gartent eben genau mit "meiner" Palme. Nach etlichen Mails hin und her stellte sich heraus, dass Mar.. sie von einem Händler erworben hatte welcher sein Geschäft aufgab. Er wiederum hat sie dann im ebay versteigert. So kam sie dann wiederum zu einem Händler und dann schließlich zu mir. Ja, ja diese Palmenhändler.

So fand ich sie beim Händler vor. Kurze Zeit später war sie markiert mit einem "Verkauft" Schild.

Eine Woche später dann bei uns zu Hause. Jetzt muß sie vor dem Winter noch ab ins Loch um alles beizuarbeiten und einen entsprechenden Winterschutz zu bauen. Ein reiner Kraftakt. Positiv war allerdings, dass der Topf voll durchwurzelt und die Palme somit nicht geschwächt war, was mir die Überwinterung sicherlich erleichtert.

Da steht sie nun ! Eingepackt, gemulcht, mit einem Lichterschlauch und Heizlüfter versehen.

Bevor die Sommerbilder kommen hier mal ein kurzes Fazit. Die Überwinterung ist geglückt und es kam zu keinerlei Schäden. Mitte März werde ich sie unten öffnen. Den Deckel werde ich allerdings noch bis April wegen dem Regen stehen lassen. Dann kann sie mal zeigen was sie an Blattmasse in einem Jahr zulegen kann.

Nun fast mitte August wird es Zeit mal meine ersten Erfahrungen festzuhalten. Aber erst mal ein Bild von der Krone.

Man kann anhand der Bilder denke ich recht deutlich erkennen, das sich die Krone vergrößert hat. Ich hatte mir aufgrund der doch recht gefährlichen Blätter keine Markierung gemacht um den Wachstumsfortschritt festzuhalten. Konnte diesen aber natürlich trotzdem beobachten.

Probleme hatte ich bei dieser ähnlich wie bei meiner Jubaea. Ich stellte mir die Frage, wieviel Wasser bei welchem Wetter in welchen Abständen mit welcher Düngergabe bei unserem Sandboden. Auch hier begann ich dann mal mit nahezu null um zu beobachten, ob das was an Niederschlag von oben kommt ihr genügt. Die Pflanze reagierte mit null Wachstum und dem Eintrocknen der Blätter. Insofern stellte ich mein Gießverhalten recht schnell um und begann mit 30 Litern alle 3 Tage ohne merkliche Veränderung. Mittlerweile bekommt sie die gleich Menge Wasser und Dünger wie all meine anderen Palmen auch. Erst ab diesem Zeitpunkt schien sie sich sichtlich wohler zu fühlen.

Bei dieser Trithrinax werde ich versuchen alle Blätter so zu belassen wie sie sind. Das gibt ihr sicherlich zu dem sowieso schon recht markantem Aussehen noch einmal eine besondere Note.

Den folgenden Winterschutz werde ich wieder genauso herstellen und nichts verändern. Mit der Konstruktion und dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Auch meine Vorsicht was die doch noch kalten Monate März/ April in Verbindung mit oftmaligem Dauerregen angeht, werde ich nicht vernachlässigen. Das untere/ seitliche Öffnen ist Ok. Der Deckel wird aber so lange belassen wie es die jeweiligen Wetterlagen verlangen.

Auch die Trithrinax hat den Winter 2010/11 super überstanden und der allzuwarme April kommt ihr natürlich absolut zugute. Die braunen Wedel werde ich wie bereits erwähnt bei ihr belassen um das Aussehen möglichst autentisch zu belassen. Hier mal ein Bild der Krone vom Mai:

Was ich mit den unteren Seitentrieben mache weiß ich noch nicht. Auf Dauer können die sehr problematisch beim aufstellen des Winterschutzes werden. Ich werde es erst einmal so belassen und warten was daraus wird.

Irgendwie habe ich es völlig verschwitzt Bilder neu hochzuladen vom Umzug der Trithrinax. Da ja im Herbst 2011 dort ein Nebengebäude errichtet wurde, musste sie umziehen. Ohne Bagger wäre das kaum mehr möglich gewesen. Hier mal paar Bilder:

Mittlerweile wo uns ja dann doch noch im Februar der Winter eingeholt hat steht sie eingepackt und beheizt im Winterquartier.

An ihrem neuen Platz auf Ebene 2 wie wir es nennen, fühlt sich die Trithrinax sichtlich wohl. In voller Sonne scheint sie den Platzwechsel gut überstanden zu haben und hat neben vielen neuen Blättern auch regelmäßig Blüten geschoben. Hier die Blüten aus dem Herbst 2014

 

Das Bild ist aus 2015. Kurz nach dem Auspacken im Februar/März. Aufgrund des doch erneuten milden Winters war die Überwinterung jetzt nicht wirklich eine so große Herausforderung.

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